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Anerkennung im Job: Warum Wertschätzung zählt

„Ich bin gerne bereit, mich voll und ganz in meine Arbeit zu stürzen, weil ich meinen Job liebe und Erfolg haben möchte. Aber wenn all das als selbstverständlich angesehen wird und ich keine Anerkennung dafür bekomme, dann wird das auf Dauer ziemlich frustrierend.“


Im Führungskräfte-Coaching höre ich solche Aussagen häufig. Grund genug, heute zu beleuchten, wie du dafür sorgen kannst, dass deine Leistung als Top-Führungskraft wahrgenommen und anerkannt wird. In diesem Artikel erfährst du:


  • Welche Auswirkungen mangelnde Wertschätzung auf Unternehmen hat

  • Warum oft gerade die Leistungsträger wenig Anerkennung bekommen

  • Wie du als Führungskraft Anerkennung einfordern kannst



Fehlt die Anerkennung? Spitzenkräfte sind frustriert


Ein Mangel an Wertschätzung ist einer der Hauptgründe, warum Spitzenkräfte ausbrennen oder das Unternehmen verlassen.

Ich stellte in Gesprächen vermehrt fest, dass vor allem die Spitzenkräfte in den Unternehmen sich mehr Anerkennung wünschen.

Was passiert, wenn der Frust zunimmt?


Die Motivation sinkt, und die Leistung lässt nach. Das lässt sich einfach zusammenfassen:

Hoher Einsatz und wenig Anerkennung führt zu sinkender Motivation und somit zu geringerer Produktivität.

Es gibt zahlreiche Studien zu diesem Thema.

In einer globalen Umfrage der Talentmanagement-Beratung DDI gaben die meisten Befragten an, dass sie sich von ihren Vorgesetzten nicht ausreichend wertgeschätzt fühlen. Die Mitarbeiter meinten, sie würden bis zu 60 Prozent effektiver arbeiten, wenn sie mehr Anerkennung bekämen.



Konsequenzen für Unternehmen


Die Wirtschaft tut sich keinen Gefallen damit, wenn sie ihre Spitzenkräfte nicht angemessen wertschätzt und immer nur antreibt.

Unternehmen, die ihre engagiertesten Mitarbeiter nicht anerkennen, riskieren, dass diese sich einen neuen Arbeitgeber suchen, der ihre Arbeit schätzt.

Umgekehrt bleiben Mitarbeiter loyal, wenn sie wissen, dass ihre Leistung gesehen und gewürdigt wird.



Ursachen fehlender Wertschätzung im Job


Wenn Spitzenkräfte über mangelnde Wertschätzung klagen, liegt es meist nicht an der Bezahlung. Studien zeigen, dass nicht Boni, sondern die Anerkennung der Leistung die Mitarbeiter motiviert und bindet. Hier sind zwei Hauptgründe:


  1. Wahrnehmung nur bei Fehlern: Bereiche wie das Personalwesen fallen oft nur auf, wenn etwas schiefgeht.

  2. Unauffällige Spitzenleister: Gute Manager lösen Probleme diskret und fallen deshalb nicht auf, während Kollegen, die Probleme verursachen, mehr Aufmerksamkeit erhalten.



Als Führungskraft mehr Anerkennung erhalten


Es ist Zeit, eine Strategie zu entwickeln, um die fehlende Aufmerksamkeit für dich und dein Team aktiv einzuholen.

Eine gute Führungskraft arbeitet vorausschauend und effektiv im Hintergrund. Eine herausragende Führungskraft sorgt dafür, dass diese Arbeit auch anerkannt wird!



Und übrigens: Mehr Leistung bringt nicht mehr Anerkennung! 


Bevor du versuchst, noch mehr zu leisten, solltest du wissen, dass das nicht automatisch zu mehr Anerkennung führt. Dieser Reflex führt oft in eine Sackgasse. Während sich die strukturelle Realität eines Unternehmens schwer ändern lässt, kannst du an deiner eigenen Haltung arbeiten.



Wertschätzung im mittleren Management


Eine deiner Aufgaben als Führungskraft ist es, dafür zu sorgen, dass die Leistung deines Teams wahrgenommen wird. Im mittleren Management hat sich dabei ein Vorgehen in drei Schritten bewährt:



  1. Erkenne die Stärken und Kompetenzen deines Teams. Ein Erfolgstagebuch oder Interviews können dabei hilfreich sein.

  2. Verstehe die Interessen deines Vorgesetzten. Formuliere die erkannten Kompetenzen so, dass sie diese Interessen unterstützen.

  3. Kommuniziere diese Schnittmenge im Gespräch mit deinem Vorgesetzten. Netzwerke aktiv, um die Leistungen deines Teams sichtbar zu machen.


Das Gespräch mit dem Vorgesetzten: Richtig vorbereitet


Ein Gespräch mit dem Vorgesetzten muss gut vorbereitet werden, schließlich möchtest du kein allgemeines Lob, sondern konkretes Feedback, mit dem du arbeiten kannst.


  • Frage nach Details und konkreten Beispielen, um die Sichtweise deines Chefs zu verstehen.

  • Erkläre, dass du das Feedback für eine Standortanalyse und zur Orientierung deiner Arbeit benötigst.

  • Mach klar, dass dir der Abgleich zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung wichtig ist.

  • Stelle immer wieder die Frage: „Was halten Sie davon?“

  • Hole Reaktionen im Unternehmen und bei Kunden ein. Führe beispielsweise eine Kundenbefragung durch und kommuniziere die Ergebnisse.



Anerkennung im Top-Management: Neue Wege gehen


In vielen Unternehmen gilt: Je höher in der Hierarchie, desto weniger Lob. Oft wird Feedback nicht direkt formuliert. Es ist wichtig, die Anerkennung zwischen den Zeilen zu erkennen.

Wenn die Kultur es zulässt und der Vorstand bereit ist, sollte man auch auf dieser Ebene eine Strategie des Gebens und Nehmens anstreben. Auch Top-Manager brauchen ehrliches und konstruktives Feedback sowie Anerkennung.



Strategien zur Steigerung der Anerkennung


Gerade bei einem angestrebten Wechsel ins Top-Management ist es wichtig zu lernen, wie man sich Anerkennung organisiert und sich besser positioniert. Hier einige Strategien:


  1. Netzwerken: Pflege und erweitere dein berufliches Netzwerk, um deine Leistungen bekannter zu machen.

  2. Sichtbarkeit erhöhen: Sei präsent in Meetings, Projekten und wichtigen Unternehmensveranstaltungen. Teile Erfolge regelmäßig.

  3. Feedback einfordern: Fordere aktiv Feedback von Kollegen, Vorgesetzten und Untergebenen ein.

  4. Erfolge kommunizieren: Lerne, deine Erfolge und die deines Teams geschickt zu kommunizieren.

  5. Mentoring: Finde einen Mentor oder Coach, der dich unterstützt und deine Stärken erkennt.



Tatsache ist: Anerkennung ist essenziell


Die besten Mitarbeiter im Unternehmen leisten Großartiges, erhalten aber oft wenig Wertschätzung. Das ist für Top-Mitarbeiter und Unternehmen ein Problem. Ohne Anerkennung sinkt die Motivation und das Engagement lässt nach. Das gilt für Fachkräfte ohne Führungsverantwortung ebenso wie für Führungskräfte im mittleren und Top-Management.


Unternehmen riskieren, ihre besten Mitarbeiter zu verlieren. Es ist an der Zeit, zu handeln!


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